Gedanken aus dem Kirchenvorstand

Wie geht eigentlich in diesen Zeiten Kirchenvorstandsarbeit? Mit welchen Themen beschäftigt sich der KV und vor allem zu welcher Uhrzeit? Hocken die KVMitglieder trotz Corona im Gemeindehaus zusammen? Und wann wird die Kirche endlich wieder für Gottesdienste geöffnet?

Die aktuelle Lage erlaubt es leider nicht, im Rahmen einer Veranstaltung oder eines Gottesdienstes mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Um jedoch Antworten auf diese und andere Fragen zu geben, möchten wir Sie hier im „mittendrin“ mit Informationen versorgen und Sie über unsere Arbeit auf dem Laufenden halten.

++++Pfarrhaus++++

Dem einen oder anderen wird es schon aufgefallen sein, das Pfarrhaus steht seit dem Auszug von Familie Seliger leer. Da unsere Pastorin mit ihrer Familie bereits ein gemütliches Heim im Altwarmbüchener Pfarrhaus bewohnt, stand ein Umzug der Familie Müller/Jähnert-Müller ins
Pfarrhaus nach Kirchhorst nicht zur Debatte. Also war es am Kirchenvorstand, sich um die Nachnutzung unserer Pfarrwohnung zu kümmern. Zunächst standen Renovierungsarbeiten an – mit finanzieller Unterstützung durch die Landeskirche und etwas Farbe wurde die Wohnung für
eine Neuvermietung vorbereitet. Verschiedene Ideen wurden in dieser Zeit diskutiert. Inzwischen sind auch neue Mieter gefunden und der Mietvertrag ist unterschrieben. Einem Einzug steht nun nichts mehr im Wege. Wir hoffen, die neuen Mieter werden sich wohlfühlen!

++++Diakonenstelle++++

Ab dem 01.05. wird unsere Diakonin Judith Schoppe mit einer 0,50%-Stelle in unserer Gemeinde tätig sein. Das bringt Veränderungen mit sich, denen wir aber guten Mutes entgegensehen. Die Kinderund Jugendarbeit, speziell die Begleitung der Konfirmanden und Teamer, hat in den
letzten Jahren dank Judith Schoppe eine sehr gute Entwicklung genommen. Dadrüber sind wir sehr froh! Und was wären unsere Gottesdienste ohne die Livemusik der Jugendband?

++++Kirchenvorstandsarbeit++++

Der KV trifft sich normalerweise einmal im Monat abends nach Feierabend im Gemeindehaus und stimmt alle aktuellen Themen gemeinsam mit Pastorin JähnertMüller ab. Oft sind es Themen, die erst intensiv abgewogen werden müssen. Das führt immer mal wieder zu Diskussionen in der Runde. Als Stärke unseres KV empfinden wir die unterschiedlichen Charaktere, die dadurch die Themen ganz verschieden beleuchten. Zurzeit finden unsere Treffen aber als online Zoom-Meeting statt, da wir uns auch hier an die geltenden Corona-Regeln halten.

++++Gemeindeleben++++

Rund um die Kirche ist eigentlich auch in diesen Zeiten immer etwas los. Die alten Grabsteine, die bisher in der Leichenhalle gelagert wurden, stehen jetzt - vor Umweltschäden gesichert - für alle zugänglich im Außenbereich und erhalten eine Informationstafel. Ein Baumpfleger kon-trollierte die Bäume auf dem Friedhof, notwendige Baumschnittarbeiten sollen im Frühjahr erledigt werden. Astrid und Klaus Gutsch sowie Heinz Rehbock halten alles am Laufen. Für dieses Engagement können wir ihnen nicht genug danken!


Nun hoffen wir, dass sich all die Pläne, die wir für Ostern und Pfingsten bereits geschmiedet haben, auch verwirklichen lassen. Diese Feste werden wir mit Sicherheit noch im Zeichen der Pandemie feiern müssen, anders als bisher, doch mit ein wenig Glück schon wieder miteinander. Halten wir also noch eine Weile durch! Niemand ist vergessen! Wir freuen uns darauf, bald wieder in großer Runde ohne
Maske miteinander zu beten, zu singen und vor allem miteinander zu lachen.


Bleiben Sie gesund, passen Sie auf sich auf und seien Sie alle gut behütet!
Ihr Kirchenvorstand

Liebe Gemeinde, liebe Kirchhorster, Neuwarmbüchener und Lohner!

Vor ein paar Tagen kam ich dank einer lieben Nachbarin in den Genuss von leckeren, selbstgemachten Schmalzkuchen. Auch wenn mir bis dahin noch in keiner Weise nach Weihnachten war, so kam in diesem Moment das erste Mal das Gefühl hoch: Bald ist Weihnachten!

Wir alle haben früher oder später diese Assoziation des traditionellen Familienfestes, dem Weihnachtsbaum, die glänzenden Kinderaugen, die zahlreichen Geschenke, das gute Essen und nicht zuletzt den Gottesdienst in der heimelig geschmückten Kirche.

Mit einem weiteren Gedanken werden sich (fast) alle schwer tun: Dieses Jahr wird vieles anders sein (müssen), als wir es bisher kennen und lieben.

Das erste Mal so richtig bewusst wurde mir das in unserer letzten Kirchenvorstandssitzung. Ein geradezu quälendes Spannungsverhältnis besteht zwischen der Verantwortung für die Gemeinde, dem Herzensgefühl und dem Verlangen nach Normalität und nicht zuletzt den gesetzlichen und kirchengesetzlichen Vorgaben, die diese Situation mit sich bringt.

Ich kann Ihnen versichern, dass wir im Kirchenvorstand kontrovers diskutierten, weil wir in unserem Kreis unterschiedlichste Meinungen vertreten, und ich kann ebenso alle Abstufungen jener Meinungen verstehen und respektieren. Jedes Gemeindemitglied trägt die Verantwortung für das eigene Handeln und sich selbst, aber der Kirchenvorstand trägt die Verantwortung für die gesamte Gemeinde.

Unsere Pastorin macht uns Mut in dieser Situation und regt an, das Beste aus dieser Lage zu machen: Neues ausprobieren, Hauptsache, es kommt von Herzen.

Wir werden über die Weihnachtsfeiertage sicher nicht alle Bedürfnisse zufrieden stellen, doch wir haben verschiedene Möglichkeiten gesucht und gefunden, die hier vor Ort umsetzbar sind. Schauen Sie gern auf die Seite im Gemeindebrief. Dort finden Sie erste Informationen.

Mein schweres Herz legt sich langsam wieder.

Ich beobachte einen hellen Stern am Himmel. Das könnte doch schon…oder nicht?
Wo war eigentlich mein Schmalzkuchen?
Stefan Töpfer