Du bist ein Gott, der mich sieht

Liebe Gemeinde,

ist in der Familie alles kaputt und irreparabel? Oder gibt es noch irgendeinen Funken der Hoffnung? Nach menschlichem Ermessen ist da nichts mehr zu machen. Ein uneheliches Kind aus der Dreiecksbeziehung belastet einen Mann, zwei Frauen und das ungeborene Kind. Für immer wird ihr Leben überschattet sein von Lieb- losigkeit, Missgunst, Hochmut und Streit. Eine Vorlage für einen unendlichen Spielfilm?

Kennen Sie solche oder ähnliche Situatio- nen, wo alle am liebsten weglaufen wol- len, aber das am Ende auch nichts ändern würde? Die Bibel ist voll von diesen Er- zählungen menschlicher Tragödien. Sie beschönigt nichts. Da kommen auch die so genannten Vorbilder oder Stars im Glauben nicht gut weg. Ihre Schattenseiten und Abgründe werden nicht weggebügelt. Das echte Leben. Es ist manchmal wie bei uns: zum Verzweifeln.

Da spricht Gott mitten hinein: In dieser Erzählung durch einen Engel zu der Person, die am wenigsten damit rechnet. Die weg- gelaufene Hagar erkennt: Gott sieht nicht nur mein Äußeres, nutzt mich nicht für sich aus. Ich bin ihm wichtig. Er kennt mich und spricht mir und meinem Kind seinen unerwarteten Segen zu. Er sieht mich und spricht zu mir. Ich erkenne ein Stück von ihm, wie er wirklich ist. Der Gott des Lebens und der Liebe. Er sagt „ja“ zu mir und zu meinem ungeborenen Kind. Weil er für mich da ist, muss ich nicht mehr fliehen. Er schenkt mir und uns eine große Zukunft.

So sieht Gott: Nicht der Aufpasser mit dem großen Zeigefinger, der anklagt. Er wendet sich mir so zu, dass es gut und wohltuend für mich ist. Er will das Beste für mich. Mein Schöpfer will auch mein Erlöser und Beistand sein. Eine herrliche Perspektive für das neue Jahr!

Ihr und Euer Pastor Peer-Detlev Schladebusch

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