Auf ein Wort

Dankbar sein – aber wofür denn?

Anfang Oktober feiern wir das Erntedankfest. Die Ernte ist von den Feldern und Gärten eingebracht worden und von alters her haben Menschen das gefeiert. Denn ihnen war noch sehr wohl bewusst, dass eine gute Ernte keine Selbstverständlichkeit war, sondern dass dazu viel harte Arbeit und Geschick, gutes Wetter und vor allem Gottes Segen dazugehörten. Denn bei einer Missernte hatten sie wirklich nichts zu essen und mussten hungern, wurden krank oder starben gar. Einfache Pächter verloren ihren Hof und saßen mit ihrer Familie auf der Straße. Menschen verließen dann in Scharen ihre Heimat, um in den Städten nach Arbeit oder gar im fernen Amerika ihr Glück zu suchen.

Diese Auswirkungen einer Missernte haben wir heute zum Glück nicht mehr zu befürchten. Bei uns wissen vielleicht nur noch die Landwirte, dass eine gute Ernte nicht selbstverständlich ist, sondern von Sonne und Regen, und der finanzielle Ertrag dann auch noch von den Preisen auf den Märkten des „Weltweiten Dorfes“ abhängig ist – alles Dinge, die keiner von uns in der Hand hat.

Aber wie viele Dinge in unserem Leben haben wir denn eigentlich wirklich in unserer Hand? Was ist eben nicht selbstverständlich und daher ein Segen für uns und Grund genug zu danken?

Bei vielen Besuchen höre ich immer wieder die Dankbarkeit von Menschen für ihre Gesundheit oder Bewahrung vor einem Unfall. Dankbarkeit für ihren Ehepartner, die Familie und Freunden, Dankbarkeit für Menschen, die ihnen viel bedeuten. Auch Dankbarkeit für ihre Arbeitsstelle oder dass der eigene Betrieb noch läuft.

Ich merke immer wieder, dass Dankbarkeit Menschen die Augen öffnet für das, was wesentlich ist im Leben; für all das Schöne und Besondere, das uns geschenkt wird, das wir aber im Alltag oft für allzu selbstverständlich nehmen.

Dankbarkeit ist auch das „geistliche Rezept“ für mehr Zufriedenheit im Leben. Denn anstatt immer nur den Mangel in seinem Leben zu sehen und darüber zu jammern, kann man lernen für all das zu danken, was Gott einem schon geschenkt hat. Warum probieren Sie dieses Rezept für mehr Zufriedenheit nicht einfach mal eine Zeit in Ihrem Leben aus? Diese Zufriedenheit wünscht Ihnen

Ihr Pastor Jens Seliger

 

Danke, für diesen guten Morgen,

danke, für jeden neuen Tag.

Danke, dass ich all meine Sorgen auf dich werfen mag.

EG334

Hier können Sie unseren aktuellen Gemeindebrief als pdf anschauen bzw. herunterladen: