Last Christmas

Foto: privat

Seit einigen Wochen höre ich den Song von Wham! wieder im Radio. Verhaltener als in den vergangenen Jahren und doch schleicht er sich auch dieses Mal über die Ohren in den Kopf hinein und sitzt dort hartnäckig fest. Egal wie man zu diesem Lied steht – es ist und bleibt ein Ohrwurm.
Last Christmas, I gave you my heart. But the very next day you gave it away…

Letztes Weihnachten habe ich dir mein Herz geschenkt. Doch bereits am nächsten Tag hast du es weggegeben… Schnulzige Zeilen mögen das sein. Ich bleibe dennoch an zwei Worten hängen: Last Christmas. Letztes Weihnachten.

Während ich diese Zeilen schreibe, strahlt über mir ein klarer blauer Novemberhimmel. Das Laub zeigt sich in seiner farbenfrohen Pracht. Und die Sonne taucht alles in ein warmes Licht. Fast schon verheißungsvoll. Und gleichzeitig denke ich an die vielen Fragen in diesen Tagen: Wie wird es Weihnachten werden?

This year, to save me from tears I'll give it to someone special… Dieses Jahr, um mich vor Tränen zu bewahren, da gebe ich es an jemanden Besonderes… Muss ich etwas finden, was mich in diesem Jahr vor den Tränen bewahrt, weil Weihnachten nicht so ist wie in den vergangenen Jahren?
Ich denke nicht. Ich denke, ihr dürft traurig sein über das, was nicht geht. Versinkt aber nicht in eurer Trauer! Wischt die Tränen ab, wenn die Zeit gekommen ist und dann schaut auf das, was da ist. Ein leuchtender Stern im Nachbarshaus. Das Kerzenlicht auf dem Adventskranz. Ein
unverhoffter Anruf, ein Brief oder eine Karte. Nehmt selbst einen Stift in die Hand und schreibt an die, die sich freuen über eure Worte. Die Lieder werden gesungen werden, auch in diesem Jahr. Die alten Worte aus dem Lukasevangelium werden gesprochen werden, auch in diesem Jahr. Und der Engel wird dich ansehen und dir in die dunkle Nacht hinein zusprechen: Fürchte dich nicht! Dir ist heute der Heiland geboren! AMEN
Pn.Jessica Jähnert-Müller

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