Videoandacht Palmarum 05.04.20 Kirchhorst

Zurzeit ist es gerade sehr in Mode, dass sich alle mit dem Handy filmen. Prominente, Künstler und natürlich auch Kirchenleute verbreiten ihre Botschaft im Internet. Was dabei herauskommt ist nicht immer professionell. Nicht alle Pastoren und Pastorinnen sind geboren Youtuber, ich natürlich auch nicht. Die vielen Filmchen aus den Wohnzimmern sind eher Ausdruck der Krise. Wenn wir auf den üblichen Wegen die Menschen nicht mehr erreichen, dann eben auf diese Weise. Die allgemeine Erregung ist menschlich und nachvollziehbar, ob sie gut ist, ist eine andere Frage.

Vielleicht geht es jetzt darum, die eigene Hilflosigkeit mal nicht einfach wegzulächeln. Es ist ja schon schwer auszuhalten, dass niemand weiß, wann so etwas wie Normalität und Freiheit wieder möglich ist.

Hilflosigkeit und Angst aushalten. Das passt gut in die Passionszeit, in der wir uns gerade befinden. Am Palmsonntag erinnern wir uns an den Einzug von Jesus in Jerusalem. Er reitet auf einem Esel, dem Reittier der kleinen Leute. Die Menschen jubeln. Noch. Nur kurze Zeit später folgt auf das „Hosianna“ „Kreuzige ihn“. Wie wankelmütig sind die Menschen.

Karwoche und Ostern werden wir in diesem Jahr anders erleben als sonst. Still wird es sein. Trotzdem bleibt Jesus nah bei den Menschen. Er scheut nicht den Kontakt.

In der Krise entstehen viele gute Ideen und Initiativen, auch in Kirchhorst. Es gibt einen engagierten Helferkreis von Diakonin Judith Schoppe koordiniert. Einkäufe, Botengänge, Telefongespräche können verabredet werden. Scheuen Sie sich nicht, dieses Hilfsangebot in Anspruch zu nehmen. Niemand muss zuhause hungern und sich das letzte Essen vom Munde absparen, weil er sich nicht auf die Straße traut, um einkaufen zu gehen. Ältere Leute sollten ohnehin unbedingt zuhause bleiben. Da springt der Helferkreis der Kirchengemeinde gerne ein. Sie erreichen Judith Schoppe unter: 0157 34 876418

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche.     

Ihr Pastor Karl-Martin Harms

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